Gute Nachricht
Die Gute Nachricht in 5 Minuten
Dies ist die etwas ausführlichere Erklärung zur "Guten Nachricht". Hoffentlich trotzdem noch kurz genug, denn so richtig schön ist es nicht, lange Texte am Bildschirm zu lesen. Also alles noch immer ziemlich eingedampft. Eigentlich lässt sich die ganze Geschichte kaum so komprimieren. Aber wenn wir es trotzdem einmal versuchen wollen, kommt ungefähr so etwas dabei heraus:
Die Bibel berichtet uns, dass Gott das ganze Universum und zuletzt auch den Menschen schuf, weil er gerne ein Gegenüber haben wollte. Jemanden, der ihm selbst ein bisschen ähnlich ist, mit dem er das Universum teilen konnte. Jemanden mit genug Verstand, sich eigene Ideen und eigene Vorstellungen machen zu können, in dem ein bisschen von seinem Geist wohnte. Jemanden zum Reden, meinetwegen.
Es fing auch gut an, aber leider ging dieses Arrangement nicht lange gut. Den Menschen gefiel die Vorstellung, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Sie wollten die Dinge lieber selbst bestimmen, als Gott über sich zu wissen. Und so brachen sie die ursprüngliche Verbindung. Und leider mussten sie feststellen, dass sie sich ihre so ergaunerte "Freiheit" wohl anders vorgestellt hatten.
Die Bibel erzählt uns im Grunde die Geschichte Gottes mit den Menschen. Und diese Geschichte der Menschheit war allzu oft eine bunte Mixtur aus Aufbrüchen und Scheitern; aus kleinen Lichtblicken mit dem Eingreifen Gottes, aber auch bösen Irrwegen und viel Elend, Leid und Unterdrückung.
Versuche, aus der Not und Ungerechtigkeit auszubrechen gab es immer wieder, und auf ganz unterschiedliche Weise.
Da waren die einen, die meinten, auch weiterhin ganz gut ohne Gott auszukommen, und sich aus eigener Kraft eine Art "Himmel auf Erden" schaffen zu können. Das Thema lebt bis heute fort, wo wir meinen, in Wissenschaft und Technik und unserer fortschrittlichen Medizin unser Glück, Heil und (nahezu) ewiges Leben finden zu können. Aber so viel Gutes uns diese Dinge auch gebracht haben (und jeder wohlmeinende, kreative Kopf ist letztlich ja auch ein Abglanz des Ursprungs aller Kreativität) - sie scheitern oft genug an Gewinnsucht und Selbstsucht einzelner Menschen, die die guten Dinge für sich vereinnehmen wollen, und auch schlicht an der Begrenztheit menschlicher Ressourcen und menschlicher Möglichkeiten.
Eine andere Art Mensch hat ihre Probleme wohl schon mit der Trennung von Gott in Verbindung gebracht, aber meinte und versuchte dann, sich durch irgendeine selbst auferlegte Bürde bei Gott wieder Anerkennung verdienen zu können oder zu müssen: Du musst dies oder das tun, dann schaut dich Gott wieder freundlich an! Ganze Religionssysteme (leider auch sogenannte christliche) sind auf dieser Basis entstanden: Der Mensch kann (und muss) — so sagen sie — sich nur anstrengen und Opfer bringen, dann kann er sich den Zugang zu Gott wieder erarbeiten. Nur, dass die Menschen sich leider auf einen Irrweg begeben, wenn sie meinen, den Preis für den Zugang zu Gott auch nur annähernd aus eigener Tasche bezahlen zu können.
Gott sah all diese Bemühungen. Er hatte nicht aufgehört, die Menschen zu lieben und sich nach ihnen zu sehnen. Sie sind doch das Werk seiner Hände, und er hatte Großes und Gutes mit ihnen vor.
Gott suchte sich ein Volk aus, an dem er exemplarisch seine Güte zeigen wollte. Nicht, weil sie von sich aus besonders toll oder nobel oder weise waren, sondern weil er zeigen wollte, was geschehen kann, wenn er einem Volk seine Güte und seinen Segen entgegenbringt. Auch wenn die das nicht immer verdienten und sich nicht immer von ihrer besten Seite zeigten. Letztlich sollten alle Völker durch dieses Beispiel etwas lernen und gesegnet werden. Und er suchte sich auch immer wieder einzelne Menschen aus, denen er seinen Plan Stück für Stück zeigen wollte:
Gott weiß, dass (im Bilde gesprochen) die Arme des Menschen zu kurz sind, um sich bis in den Himmel hinaufzustrecken. Aber Gott möchte ihnen entgegenkommen! Die einzige Möglichkeit, wieder mit Gott zusammen zu kommen, ist, dass er sich zu uns ausstreckt, und zu sich hinaufzieht. Nur von Gott aus kann diese Kluft überbrückt werden.
Darauf hat Gott in der Bibel immer wieder hingewiesen: Er würde einen Retter schicken, der die verlorene Gemeinschaft zwischen den Menschen und ihm selbst wieder herstellt. Das ist die Frohe Botschaft, auf deren Erfüllung viele in seinem herausgerufenen Volk so lange gewartet haben: Es kommt jemand, der uns wieder Frieden mit Gott bringt.
Die Bibel berichtet uns, dass Jesus dieser Friedensbote ist. Ja, er ist sogar mehr als das. In ihm ist Gott selbst zum Menschen geworden, um die Menschen aus ihrer Entfremdung von Gott zu befreien und ihnen die Möglichkeit zur Versöhnung mit ihm zu bringen. Sie wären dann wieder in dem Stand, in dem alle Menschen ursprünglich sein sollten: Im Frieden mit Gott, unter seinem Schutz, von ihm versorgt und behütet.
Jesus erzählte den Menschen seiner Zeit von Gottes guten Absichten und der Möglichkeit zur Versöhnung. Er nannte Gott den guten Vater im Himmel. Er redete viel von Gottes Liebe zu den Menschen. Und er zeigte durch viele außergewöhnliche Taten, dass er durchaus in Gottes Vollmacht unterwegs war, und nicht im nur eigenen Auftrag: Kranke wurden gesund, Menschen von unguten Abhängigkeiten und Bindungen gelöst; selbst Tote wurden wieder lebendig.
Das passte der organisierten Religiosität leider nicht, die auch nicht erkannte, dass in Jesus genau das Wirklichkeit wurde, worauf ihre eigenen Schriften bereits hinwiesen: Gott selbst kommt zur Rettung! Sie lassen ihn letztlich hinrichten. Und damit vollenden sie unbewusst den Plan, den Gott sich erdacht hatte: Der Schuldlose stirbt, und nimmt so die Schuld aller Menschen auf sich, die für ihre Verfehlungen eigentich den Tod verdient hätten. Den Preis für die Wiederversöhnung mit Gott, den kein Mensch hätte aus eigener Tasche bezahlen können, wird von Gott selbst bezahlt.
Jesus hat es selbst gesagt, was wir nur tun müssen, um in den Genuss dieses Friedensangebots zu kommen: Ihm vertrauen.
Jesus hat jeden Preis bezahlt, den wir zur Tilgung aller möglichen Schuld aufbringen müssten. Wir haben uns vielleicht in moralischer Hinsicht unterschiedlich schwer gegeneinander oder gegen Gottes gute Grundsätze vergangen. Aber wir haben alle ein Leben ohne Gott oder irgendwie an Gott vorbei geführt. Oder wollten gut sein, aber aus eigener Kraft. Das alles hat Jesus beiseite geschafft, wenn wir ihm nur vertrauen.
Das ist die Gute Nachricht von Jesus, dem Retter.
Das ist das Allerwichtigste.
Und das ist erst der Anfang der Geschichte. Wir sind in Jesus mit Gott versöhnt. Wir haben wieder Zugang zu unserem Vater im Himmel. Die Bibel berichtet davon, dass Jesus nicht im Grab blieb, sondern wieder ins Leben zurückkehrte. Jesus hat den Tod besiegt. Er hat genauso auch all unsere Schwachheit, Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit besiegt und überwunden.
Sein Auftrag auf der Erde war damit erfüllt, aber er wollte seine Freunde nicht alleine lassen. Jesus gab seinen Nachfolgern seinen Heiligen Geist, der sie fortan führen sollte, und sie mit der nötigen Vollmacht ausrüsten würde. Er würde die Menschen an das erinnern, was Jesus über Gott den Vater gelehrt hatte, und er würde die Menschen, die Jesus vertrauten, mit Gott versöhnen und ihr Leben umgestalten und neu machen. Das ist über die Jahrhunderte bis heute so geblieben.
Jesus kann durch seinen Geist auch heute noch uns Menschen verändern, wenn wir ihn lassen. Er kann ihre Verfehlungen tragen und auslöschen und uns Menschen neu machen. Gott wirkt noch heute, und ist noch heute erfahrbar. Die Gute Nachricht gilt uns auch heute.