Was uns wichtig ist
Licht und Salz
Jesus hat seinen Nachfolgern gesagt, dass sie Licht und Salz für die Welt seien. Das ist eine starke Zusage, aber gleichzeitig auch ein Auftrag. Daran möchten wir uns halten und das wünschen wir uns, zum einen jeder für sich in seinem persönlichen Umfeld, aber auch gemeinsam als Gemeinde. Das soll bei uns immer mehr sichtbar und spürbar sein.
Licht zu sein, — das heißt auch, Orientierung im Dunkeln zu bieten. Wir möchten das tun, indem wir von der Guten Nachricht weitererzählen, die wir selbst erfahren und angenommen haben: Wir müssen nicht länger planlos durch ein Leben treiben, von dem wir Ursprung und Ziel nicht verstehen. Wir Menschen haben uns zu einem großen Teil von Gott abgewandt, und damit von der Quelle alles Guten abgeschnitten, — aber Jesus hat dafür gesorgt, dass wir wieder zurück können.
Wir dürfen diese Zusage annehmen und ihm vertrauen. Nimm Jesus an und halte dich an ihm fest: Das ist die Gute Nachricht von Jesus. Er wird alles wieder in Ordnung bringen! Das ist das Beste, das uns in unserem Leben begegnet ist! Sieh es uns bitte nach, wenn wir das nicht für uns behalten möchten.
Steile These? Ja. Und darum war es Jesus auch wichtig, dass man seinen Leuten auch ansieht, ob was dran ist an dieser Sache. Wenn Jesus für Wahrheit, Gerechtigkeit und Liebe einsteht, (die alle ihren Ursprung in Gott, dem Vater haben,) dann sollten diese Dinge auch an uns ein bisschen erkennbar sein, oder nicht? Darum ist es auch ok, wenn ihr uns auf den Zahn fühlt.
Bekommen wir das immer fehlerfrei und hundertprozentig hin? Leider nein. Absolut nicht. Das mussten wir gerade auch in der jüngsten Vergangenheit nochmal neu erkennen. Zum Glück können wir immer wieder umkehren und uns neu an Jesus ausrichten. All unsere Macken ändern nichts an dem Ziel nach dem wir streben und den Werten, die uns begleiten: Aufrichtigkeit, Verlässlichkeit, Wahrheit, Großzügigkeit, Wertschätzung und Liebe, Vertrauen und Offenheit. Kein Protz, keine Trickserei.
Ein Christ ist auch im Alltag Christ, finden wir, nicht nur am Sonntag! Darum möchten wir verantwortlich handeln. Wir dürfen unser Leben als großartiges Geschenk annehmen, und unsere jeweiligen Möglichkeiten für Gutes einsetzen. Und auch mal ein Zeichen setzen.
Salz zu sein, das heißt, so ein Zeichen zu setzen. Auch mal Position zu beziehen. Nicht einfach zuckersüß oder cremig-sahnig, sondern auch mal mit mehr Würze. Aber hoffentlich immer mit Liebe und Aufrichtigkeit.
Prägung
Dass wir so sind, wie wir heute sind, hat viel mit einem Aufbruch zu tun, den die Gemeinde in den 70er und 80er Jahren erlebt hatte. Damals kam ein neuer, junger Pastor nach Essen und brachte einige frische Ideen aus der "Geistlichen Gemeindeerneuerung" mit: Gott ist erfahrbar. Gott wirkt auch heute noch durch seinen Heiligen Geist. Gott interessiert sich für uns, und möchte uns etwas Neues schenken. Gott möchte durch uns auch andere Menschen erreichen.
Manch ein treues Gemeindemitglied fühlte sich berührt und angesprochen. Es veränderte sich etwas in der Gemeinde. Der Besuch von Bibelstunden und Gebetstreffen stieg an. In den Gottesdiensten wurde stärker die Freudenbotschaft von Jesus verkündet. Das war aber nicht einfach ein begeisterter Pastor, der hier Menschen anzog. Gott selbst hatte offenbar einen Plan mit unserer Gemeinde! Immer mehr Interessierte hörten die Gute Nachricht und nahmen sie für sich an. Viele Menschen fanden einen neuen Zugang zu dem, was die Bibel zum Wirken des Heiligen Geistes beschreibt, und konnten manches dann auch selbst erleben. Insbesondere in der jungen Generation kam es zu einem großen Wachstum der Gemeinde. Viele musikalische und schauspielerische Aktivitäten entstanden; zuerst in einer, dann in einer zweiten Teestubenarbeit wurde vielen jungen Menschen die Gute Nachricht von Jesus nähergebracht, und an vielen Stellen im Gemeindealltag sichtbar und erfahrbar gemacht.
Wir haben aber auch schwierige Zeiten durchgemacht. Zeiten, in denen wir die eine oder andere Idee ausprobierten, die dann nicht zündete. Oder Ideen, die nicht passten, verworfen wurden. Wo manch einer uns dann auch verließ. Manchmal still und frustriert. Manchmal aufgebracht und mit bösen Worten. Zeiten in der Wüste für alle.
Was aber bei Vielen auch in diesen schwierigen Zeiten geblieben ist, das ist ein festes Vertrauen darauf, dass Gott einen Plan mit uns hat. Die Bereitschaft, weiter für Jesus da zu sein, und sei es auch in kleinen und unscheinbaren Dingen. Ein Wunsch und eine Sehnsucht, dass noch einmal ein neuer Aufbruch unter den neu herangewachsenen Generationen geschehen möge. Eine Zuversicht, dass Gott mit uns noch nicht am Ende ist.
Wir möchten immer noch tun, was in Gottes Plan steht. Nicht einfach machen, was gerade angesagt ist. Nichts tun wozu wir den Auftrag nicht irgendwie spüren. Genau wie in den aktiven Zeiten; da hat sich nichts geändert. Man kann es vielleicht nicht schon von weitem so deutlich sehen, wie in den lebendigeren Zeiten. Es ist kein helles Strohfeuer, sondern eher eine stille Glut. Aber die Herzen brennen noch für Jesus, und man kann es spüren, wenn man näher kommt.