Seit etwa 2 Jahren ist die Interims-Leitung in unserer Gemeinde aktiv. Der Ausgangszustand war einigermaßen furchtbar. Wenig zuvor hatte der bisherige Pastor die Gemeinde verlassen, nachdem ihm ein Großteil der Gemeinde für seinen (etwas undurchsichtigen) theologischen Kurs kein Vertrauen mehr aussprechen wollte. Ein kleinerer, aber schmerzhaft spürbarer Teil ging mit ihm. Ein größerer, aber leider deutlich angeschlagener Teil blieb verwirrt und etwas orientierungslos zurück. Eine (mangels anderer Ideen) demokratisch gewählte neue Leitung sollte einen Neuanfang versuchen, aber hatte mit internen Differenzen zu kämpfen, war wenig zugänglich und wenig transparent, und traf mit manchen Überlegungen auf Unverständnis. Die Corona-Krise machte es zusätzlich schwer. Schließlich traf die Leitung (mehrheitlich, trotz interner Kritik) einige fragwürdige Entscheidungen, verbunden mit schweren (und kaum nachvollziehbaren) Vorwürfen an frühere leitende Mitarbeiter, die ein großer Teil der Gemeinde nicht mittragen konnte. Wieder ging Vertrauen und der Rückhalt der Gemeinde verloren. Die Leitung trat zurück. Wieder war die Gemeinde leitungslos, und noch einmal schwer erschüttert und verwirrt.

Aufgabenstellung

Da weitgehende Übereinstimmung darin bestand, dass eine Gemeinde nicht völlig ohne verbindliche Strukturen und Verantwortlichkeiten sein kann, wurde Mitte 2022 von der Gemeindeversammlung eine Interimsleitung aus drei Personen gewählt, die sich für diese Funktion bereiterklärt hatten. Aufgabe der Interimsleitung sollte sein, ein "normales", gesundes Miteinander in der Gemeinde zu fördern und wiederherzustellen. Die vorher schon begonnene Suche nach einem Pastor sollte fortgesetzt und ggf. neu belebt werden. Mit den zurückgetretenen Leitungsmitarbeitern sollten Gespräche geführt werden, um zu einer Klärung bei den ausgesprochenen Anschuldigungen und Vorwürfen zu kommen, mit dem Ziel einer Richtigstellung, Auflösung der Differenzen, und letztlich Vergebung und Versöhnung zwischen den Anklägern und Beschuldigten und allen mitbeteiligten Personen. Kurz: Die Interims-Leitung sollte daran arbeiten, wieder ein für alle förderliches, heilsames und "gutes" Miteinander in der Gemeinde wiederherzustellen.

Was seither geschah...

Mitte 2022, gegen Ende der Corona-Einschränkungen, traf sich die Gemeinde alle 14 Tage zum Gottesdienst. Andere gemeinsame Veranstaltungen gab es nicht, zum großen Teil sicherlich in Folge der Corona-Thematik. Der 14-tägige Rhythmus wurde unter der Interims-Leitung zunächst beibehalten, dann aber bald sondiert, wie weit (unter Zuhilfenahme externer Prediger und Pastoren und gelegentlich auch "internen" Treffen) wieder ein regelmäßiger, wöchentlicher Gottesdienst möglich wäre. Seit Anfang 2023 haben wir wieder zu einem wöchentlichen Rhythmus gefunden, und viele neue, positive und aufbauende Kontakte gefunden.

Der Mittwochs-Gebetskreis hat sich auch bald wieder regelmäßig 14-tägig getroffen. seit Februar 2024 bieten wir einmal im Monat zusätzlich eine offene Gebetszeit an, zu der das Gemeindehaus für einige Stunden zum persönlichen Gebet offensteht. An einem anderen Samstag im Monat treffen wir uns regelmäßig zu einem "Gemeindesamstag", an dem wir uns über verschiedene aktuelle Themen austauschen und gemeinsam singen und beten.

Ende 2022 erreichte die Interimsleitung (privat und parallel über den Landesverband) eine Anfrage einer persischsprachigen Gemeinde auf der dringenden Suche nach neuen Räumlichkeiten, da ihre bisher genutzten Räume bald wegfallen würden. Nach einem sehr positiven Kontakt und Rücksprache mit der Gemeinde konnte den Suchenden die untere Etage im zur Zeit ungenutzten Haus in der Westfalenstraße angeboten werden. Seitdem ist die "Krone-Kirche / Taaj Essen" (als anerkanntes BEFG-Gründungsprojekt) in Steele zuhause und sehr glücklich und dankbar für unsere Unterstützung.

Mit den zurückgetretenen ehemaligen Leitungsmitarbeitern gab es auf verschiedenen Wegen Austausch und einige Gesprächstermine, die aber nicht wirklich zu einem Abschluss geführt haben. Diejenigen der Ehemaligen, die seinerzeit die Vorwürfe zum Ausdruck gebracht hatten, die letztlich zu ihrem Rücktritt geführt haben, sind nach wie vor von ihrer Haltung überzeugt, und möchten inhaltlich nichts zurücknehmen. In den leider sehr strittigen Gesprächen wurden die gemachten Anschuldigungen nur wiederholt und teilweise noch ausgeweitet, aber nicht zurückgenommen. Auf konkrete Nachfragen zu den Vorwürfen wurde nur pauschal oder garnicht geantwortet. Auf Nachfragen zu einem erwähnten "geschützten Kreis" wird die Antwort verweigert. Die Situation ist sehr verfahren.