EIne Predigt-/Vortragsidee
Bibeltext 1: Elia und die Baalspropheten tbd
Elia tritt sehr souverän und ohne jede Zurückhaltung auf. Er macht sich über die Baalspropheten und über ihren Gott lustig. Elia zeigt kein bisschen Furcht, obwohl er sich eine großen Übermacht und sogar einem feindseligen König gegenüber steht.
Letztlich stellt sich Gott zu "seinem" Propheten Elia. Sein Opfer wird angenommen, ja sogar gegen alle menschliche Erwartung von Gott selbst angezündet. Das Volk stellt sich (aus Furcht?) hinter Elia; die Baalspropheten werden hingerichtet.
Bibeltext 2: Die drei Freunde im Feuerofen Daniel 3
Die drei jungen Israeliten, mit ihren neu zugeteilten Namen Sadrach, Mesach und Abed-Nego, haben bereits ein gewissen Standing in der chaldäischen Regierung. Sie haben sich als fähige und zuverlässige Mitarbeiter erwiesen. Als aber der König ein Standbild errichten lässt, das alle seine Untertanen anbeten sollen, weigern sie sich.
Sie bleiben höflich, aber bestimmt. Sie trauen ihrem Gott zu, dass er sie aus der kritischen Situation retten kann, aber auch wenn er es nicht tut, möchten sie ihm nicht untreu werden. Bei aller Treue zu ihrem König: Er darf sich für sie niemals nicht über ihren Gott stellen. Dafür stehen sie notfalls mit ihrem Leben ein.
Elia mit dicker Hose und großer Überzeugung, die sich auch stark nach außen zeigt.
Die drei Freunde in aller Bescheidenheit, aber doch fest und unnachgiebig, sobald ihr Verhältnis zu Gott angesprochen wird.Ihre Überzeugung zeigt sich auch, aber nicht (vorwiegend) nach außen, sondern nach innen.
Zweierlei Glauben?
Oder doch nur ein Glaube, der Gott grenzenlos vertraut, auch über das eigene Leben und Wohlbefinden hinaus.
Ist bei Elia der Glaube größer? Oder hat er nur einen festen Auftrag, den er ausfüllt, und bei dem er sich auf den Ausgang verlassen kann, weil er eine feste, konkrete Zusage Gottes hat?
Ist bei den Freunden der Glaube kleiner? Oder eher noch größer, weil sie in eine kritische Situation hineingehen mit ihrem Grundvertrauen, und einer festen Absicht, Gott nicht zu veleugnen, ob er sie nun aus der Todesgefahr rette oder nicht.
Wie treten wir auf?
Haben wir den konkreten Auftrag? Dürfen wir mit "dicker Hose" auftreten, weil Gott uns zu einer bestimmten Aufgabe beauftragt und gesandt hat? Oder haben wir einen allgemeinen Auftrag? Und ist es angemessener, mit Zurückhaltung und Demut aufzutreten, aber doch mit Festigkeit?
WISSEN wir, wie Gott jetzt und konkret handeln wird? Oder HOFFEN wir nur, aber müssen Gott den weiteren Weg überlassen? Was ist dann die richtige Haltung?
("So tun als ob" halte ich für sehr wenig empfehlenswert.)